Komm mit mir ins Abenteuerland....

... und der Eintritt kostet nicht mal den Verstand. Willkommen in Namibia! Wir sind bereits vor 2 Tagen angekommen und haben schon einige Abenteuer erlebt. Den Flug von Kapstadt nach Windhuk habe ich komplett verschlafen. Um 3:30 Uhr aufstehen ist aber auch zeitig! Bei Ankunft begrüßte und die Sonne und perfektes Wetter. Wir haben für die nächste Woche einen Toyota Corolla gemietet und sind gleich Richtung Sesriem aufgebrochen. Schon nach den ersten Kilometern war der Unterschied zu Kapstadt deutlich. Karge Landschaft und kaum Menschen/Verkehr. Nach ca. 130km gab es den ersten Stopp in Rehoboth an der Tankstelle. Dort haben wir endlich was gegessen (bis dahin gab es noch nix), Wasservorräte gekauft und kurze Hosen angezogen, da es immer heißer wurde. Von Rehoboth aus gab es dann mehrere Möglichkeiten weiterzufahren. Wir entschieden uns für die, die uns am kürzesten vorkam.

Kleiner Exkurs ins namibische Straßennetz: B-Straßen sind Nationalstraßen, mindestens zweispurig und asphaltiert. C-Straßen sind Hauptstraßen und teilweise asphaltiert, sonst mit Kies. D-Straßen sind unterschiedlich gut gewartete Schotterpisten. Von den Kiesstraßen hatten wir schon gehört. Und gleich nach Rehoboth ging es auch schon los. Thomas hat nach 20km genervt aufgegeben und mir das Steuer überlassen. Die Steine flogen nur so um uns, keine Menschenseele weit und breit und wir hatten noch über 200km so vor uns. Mir hat das fahren Spaß gemacht. Und so fuhren wir über Schotter, Steine, durch Schlaglöcher, Senken mit und ohne Wasser mit unserem Toyota. Nach 4 weiteren Stunden waren wir endlich am Ziel, dem Le Mirage Ressort, einer kleinen Oase im Nirgendwo der Namib Wüste.

Tags drauf das Highlight: Sossusvlei, eine von Namibsand-Dünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne („Vlei“) in der Namib Wüste. Wir haben uns die Sonnenaufgangstour erspart und sind am Vormittag in den Nationalpark gefahren. Erstes Ziel die Düne 45. Sie ist die bekannteste der großen Sanddünen in Gebiet von Sossusvlei. Der Übersichtlichkeit halber hat man die Dünen im Gebiet des Parks nummeriert. Dune 45 verdankt ihren Namen dem Fakt, dass sie bei Kilometer 45 liegt vom Parkeingang Richtung Sossus. Die Düne kann man auch besteigen (170m hoch), was wir uns nicht entgehen lassen wollten. Bis auf eine Handvoll Leute war auch keiner weiter da, was sehr entspannt war. Daher konnten wir uns Zeit lassen und viele Fotos machen. Zweites Ziel im Park war das Dead Vlei, eine Ton-Pfanne in der Wüste. Charakteristisch für das Deadvlei sind die vielen abgestorben Akaziembäume, die vertrockneten, als ein Fluss seinen Flusslauf änderte, und nun sehr langsam verrotten. Manche dieser Bäume sind über 500 Jahre alt. Wieder waren wir da die Einzigen, was total Spaß gemacht hat. Thomas wollte gleich die nächste Düne erklimmen, musste sich sich aber auf der Hälfte geschlagen geben. Mittags in der Wüste ist es nämlich super heiß und man lechzt nach einem Kaltgetränk. Das haben wir uns dann auch im Anschluss gegönnt. Zwei leckere Windhuk Lager. Und dann noch gleich mal zwei. Und einen Burger. Am Nachmittag gab es bei uns im Ressort eine Massage zur Entspannung und dann ging es nicht so spät total K.o. ins Bett.

Heute haben wir uns kurzfristig entschlossen, nach Otjiwarongo, in der Nähe vom Etosha Nationalpark, zu fahren. In die Richtung müssen wir eh und die Strecke ist insgesamt mörderisch. Für 615km haben wir mit kurzen Pausen 9h gebraucht. Die Fahrt ging durch wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaften, war aber sehr anstrengend. Zum Schluss mussten wir echt noch Gas geben, da es schon dunkel wurde und man da nicht mehr fahren sollte. Aber wir sind wohlbehalten und ohne größere Probleme im nächsten Nirgendwo angekommen. Die Lodge in der wir gerade sind hat einen eigenen Wildschutzpark mit verschiedenen Antilopen Arten und es ist sehr angenehm hier. Wir haben den Abend mit einem Deutsch-Afrikanischem Ehepaar (beide dt. Wurzeln aber in Namibia geboren) verbracht, die uns viel über das Leben und die Leute hier erzählt haben, was super interessant war. Bei Bier und Wein haben wir den anstrengenden Autotag ausklingen lassen. Morgen geht es weiter zum Etosha Nationalpark, wo wir dann 3 Tage Tiere schauen werden. Yeah!!!

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